
Brandschutz
Lösung für Sprachkommunikation und Gegensprechanlagen für Feuerwehrkräfte
Im Brandschutz wird häufig ein Sprachkommunikationssystem für Notfälle (Emergency Voice Communication System, EVCS) eingesetzt. Das EVCS umfasst eine standardmäßige Masterstation, Systemerweiterungspulte, Feuerwehrtelefone, Außenstellen des Typs A, Rufalarme und Notrufstellen für Schutzräume des Typs B für Menschen mit Behinderungen.
Sprachkommunikationssysteme für Notfälle (EVCS) ermöglichen Feuerwehrkräften in Hochhäusern und weitläufigen Anlagen eine fest installierte, sichere und vollduplexe bidirektionale Sprachkommunikation. Sie überwinden Funkstörungen durch plasmainduzierte Interferenzen bei Bränden („Koronaeffekt“) oder durch Stahlkonstruktionen.
Feuerwehrtelefone (z. B. Außenstellen vom Typ VoCALL A) dienen als wichtige kabelgebundene Backup-Lösung. Sie arbeiten halbduplex, verfügen über Batterieunterstützung und Systemüberwachung. In vielen Ländern sind sie für Gebäude mit mehr als vier Stockwerken vorgeschrieben (britische Regelung: BS9999). Sie begegnen den Schwächen herkömmlicher Feuerwehrfunkgeräte, die in Hochhäusern mit vielen Stahlkonstruktionen wegen Signalstörungen durch den Brand-Koronaeffekt häufig ausfallen.
Bei der Auswahl von EVCS-Außenstellen ist die Einhaltung regionaler Vorschriften entscheidend. Die britischen Standards sehen beispielsweise Folgendes vor:
– Außenstellen Typ A: in Evakuierungs- und Brandbekämpfungsbereichen erforderlich.
– Außenstellen Typ B: nur zulässig, wenn eine Installation von Typ A physisch nicht möglich ist.
– Schutzbereiche für Menschen mit Behinderungen: Beide Typen sind zulässig; Typ B ist jedoch auf Umgebungen mit einem Umgebungsgeräuschpegel unter 40 dBA beschränkt.
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